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Das monatliche Update bietet einen knappen Überblick über alle Filme, die ich im Laufe eines Monats gesichtet habe. Darunter fallen Werke aus den hier publizierten Listen sowie Kino-Neustarts und Filme die ich nach längerer Zeit wieder einmal sichte. Im Update werden diese in verschiedene Kategorien unterteilt.

Neuzugänge
Hierunter fallen Filme die ich im Zuge eines regulären Filmstarts im Kino gesehen habe, ich inkludiere allerdings auch DVD-Sichtungen in diese Kategorie.

Im August kam es endlich zum Besuch von Christopher Nolans „The Dark Knight Rises“, der trotz einiger kleiner Mängel zu den großen Würfen in Sachen Blockbuster zu zählen ist. Dem folgte das bereits seit Monaten sehnsüchtig erwartete und als DVD-Import längst erhältliche „The Rum Diary“, nach dem großartigen Erstlingsroman von Hunter S. Thompson. Johnny Depp ist zwar zu alt für die Rolle, es macht dennoch Spaß ihm beim Alkoholkonsum und „nicht-arbeiten“ in der Redaktion zuzusehen. Der nächste heiß erwartete Film – neben dem Ende der Batman-Trilogie – war Ridley Scotts vielleicht-vielleicht auch nicht-„Alien“-Prequel „Prometheus“. Gute Darsteller – vor allem ein herrlich anzusehender Michael Fassbender – sowie tolle Effekte helfen ein wenig über die etwas langweilige, sich nach einer halben Stunde wiederholende (trotz des episch anmutenden Beginns) Handlung hinweg.
Etwas kleiner fielen die weiteren Neustarts aus. Der Para-Psychothriller „Red Lights“ zeigt Robert De Niro in Topform aber Regisseur Rodrigo Cortés verheddert sich in dumpfer Effekthascherei. Dagegen ist Steven Soderberghs Stripperkomödie „Magic Mike“ ein kleines Wunder. Eine Tragikomödie um Männerstripper ohne falsche Scham oder geheucheltes Mitleid sondern mit viel Herz und Humor (und der Entdeckung dass Channing Tatum tatsächlich schauspielern kann und Matthew McConaughey auf dem Weg zum Charakterdarsteller ist).
Das Ensemble-Drama „360“ wiederum hat zwar einen ansehnlichen internationalen Cast der mehr (Ben Foster, Anthony Hopkins, Jamel Debbouze) oder auch weniger (Rachel Weisz) engagiert agiert und sich mit dem etwas arg zerdehnten Drehbuch des von mir hoch geschätzten Peter Morgan (der sich von Schnitzlers ohnehin schon nicht literarisch hochwertigem „La ronde“ inspirieren ließ) sowie der etwas Spannungsarmen Regie Fernando Meirelles abmüht.

Auf DVD nachgeholt habe ich – nachdem ein Interview mit Michael Haneke mich wieder auf den Geschmack brachte – den aus 1992 stammenden zweiten Kinofilm „Benny’s Video“. Weniger ein verstörendes Porträt der Mediengesellschaft denn mehr ein verstörendes Porträt einer gelangweilten Jugend und ihrer Eltern.


The 1001 Project
Im Rahmen des 1001 Project fanden sich dieses Monat sechs Filme und der „jüngste“ davon stammt aus dem Jahr 1940. Zunächst der sowjetische, klassenkämpferische Landwirtschaftsfilm „Smelya“ (1930) von Aleksandr Dovzhenko, der mich jedoch nicht sonderlich zu packen verstand. Etwas unpassend aber dafür umso lustiger dann die Buster Keaton-Komödie „Our Hospitality“ (1923), eine amüsante und zeitlose Parodie auf die legendäre „Hatfield & McCoy“-Fehde.

Während „Smelya“ mich nicht überzeugte und „Our Hospitality“ zwar eine amüsante aber nicht Keatons beste Arbeit ist, entpuppt sich Gregor Wilhelm Pabsts „Die Büchse der Pandora“ (1929) als beeindruckendes Schlüsselwerk des Stummfilms. Die wechselhafte Geschichte von Lulu (eine umwerfende Louise Brooks) mag immer wieder mal sehr an Glaubwürdigkeit verlieren, packt allerdings durch die großartige Inszenierung von Pabst und das – vor allem für Stummfilmzeiten – konzentrierte und zurückgenommene Spiel der Darsteller.
Weniger überzeugte mich derweil F.W. Murnaus finale Arbeit „Tabu: A Story of the South Seas“ (1930), die zwar vom Einfluss des Dokumentarfilmpioniers Robert J. Flaherty profitierte, allerdings erst von Murnaus Kunst gewinnt, wenn das Liebespaar von der Insel flieht und sich mitten in der „Zivilisation“ wieder findet.
Meinen Hang zu klassischem Hollywood-Grusel gab ich schließlich im Gipfeltreffen von KARLOFF (genau so wird Boris Karloff im Credit geführt) und Bela Lugosi nach. In Edgar G. Ulmers überraschend makabren und sehr unterhaltsamen „The Black Cat“ konzentriert sich alles auf die beiden Horror-Mimen, während das irgendwie auch in die Geschichte verwickelte Liebespaar (David Manners & Julie Bishop) nicht mehr als ein Plotanhängsel bleibt.
Abschließend gab es dann noch die unter der Regie von Ben Sharpsteen entstandene Walt Disney-Produktion „Pinocchio“ (1940) und während mich einige Charaktere – allen voran natürlich der von Cliff Edwards gesprochene Jiminy Cricket – faszinierten, so scheint es, dass ich aus dem Alter für Zeichentrickfilme endgültig draussen bin.

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