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In Sachen Blockbuster, erfreut mich dieses Jahr recht wenig, wie es aussieht. Entweder ich lasse die Filme komplett aus (Spider-Man, X-Men) oder sie enttäuschen mich („Divergent“). Umso erfreulicher war die Sichtung von „Edge of Tomorrow“ mit Tom Cruise. Ein Trend der sich jedoch festgesetzt hat, findet Eingang in mein monatliches Update. Eine Übersicht über die Serien-Staffeln, die ich gesehen habe. Das hindert mich aber nicht daran das Gesamtwerk Akira Kurosawas oder Edgar G. Ulmers zu betrachten.

Neuzugänge
Christophe Gans hat seit knapp 8 Jahren keinen Film mehr in die Kinos gebracht, weshalb die Erwartungen an den französischen Stilisten natürlich umso höher waren, als bekannt wurde, dass er „La Belle et la Béte“ mit Vincent Cassell und Léa Seydoux ins Kino bringen würde. Doch statt einer düsteren und vor Spannung und Atmosphäre brodelnden Neu-Interpretation, liefert Gans einen streckenweise überraschend langweiligen Mix aus Melodram und Fantasy mit SFX-Overkill. Schade um das verschenkte Potential, welches sich mit einem Vincent Cassell in der Hauptrolle geboten hätte.
Musikdokumentationen sind eine Art von Selbstläufer. Auch die Oscar-gekrönte Doku „20 Feet from Stardom“ (2013) von Morgan Neville über die ungekrönten Helden des Backstage-Gesangs, läuft wie von alleine auf einer gewohnten Bahn ab. Dank der guten Musik und der bekannten Form, ist das Seherlebnis recht erfreulich, doch innovativ ist an der Arbeit nichts.
Der mit kommerziell erfolgreichen Thrillern auf sich aufmerksam machende Jérome Salle („Anthony Zimmer“, aus dem dann „The Tourist“ wurde) versucht sich an einem dichten Polizei-Thriller, mit dem stets verlässlichem Forest Whitaker und einem überraschend guten Orlando Bloom in den Hauptrollen. Doch während Salle mit „Zulu“ (2013) einen Thriller á la James Ellroy anstrebt, gelingt ihm ein in standardisierten Mustern hängen gebliebener Korruptionskrimi, mit einigen grausigen Details.
Kevin Costner in Liam-Neeson-Modus. So könnte man den von Luc Besson geschriebenen und produzierten Actionfilm „3 Days to Kill“ beschreiben. Unter der Regie von McG, ist das Geschehen rund um einen Ex-CIA-Agenten, der, um eine Heilung für seine Krebserkrankung zu erhalten und somit eine neue Chance eine Beziehung mit seiner Tochter aufzubauen, wieder zu töten beginnt, ist ebenso uninspiriert, wie unangenehm stereotyp. Jeder einzelne Charakter wird auf den kleinsten gemeinsamen Nenner reduziert und einzig Costner schafft es, mit einer Performance, die sich einen viel besseren Film verdient hätte, dem Geschehen ein wenig Leben einzuhauchen.
„Divergent“ ist der nächste Versuch, durch die Adaption einer YA-Romantrilogie, eine Franchise zu erschaffen. Die Verbindungen zu „The Hunger Games“ oder auch „Harry Potter“ sind unübersehbar, die Qualität des Filmes bewegt sich aber in „Twilight“-Dimensionen, und man muss sich fragen, ob eine aufstrebende Darstellerin wie Shaileene Woodley so etwas wirklich verdient hat. Sie spielt gut, holt das Maximum aus kaum vorhandenem Material heraus, während rund um sie herum Darstellungen regieren, die wie blanke Abziehbilder wirken (Theo James) oder sich offenbar schlicht nicht anstrengen (Kate Winslet). Davon abgesehen, wirkt das Szenario unglaubhaft, die Inszenierung von Neil Burger unlogisch bis lachhaft und die Handlung ist zudem nur ein großer Teaser für kommende Filme. Blockbusterkino zum Abgewöhnen.
Ryan Cooglers Bearbeitung der dramatischen Ereignisse in der Fruitvale Station, als der 22-jährige Oscar Grant bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam, beginnt mit den schockierenden Amateuraufnahmen, die dieses Ereignis vor allem in den USA in den Fokus der Medien rückten. Von Michael B. Jordan mit größtmöglicher Sensibilität dargestellt, gelingt es ihm, Mitgefühl für diesen Menschen aufzubauen, so wie auch Octavia Spencer als Grants Mutter für viel Aufsehen sorgt. Doch Cooglers Inszenierung ist schlicht darum bemüht, Grant als Opfer eines skandalösen Polizeieinsatzes, der die Grenzen überschritt, zu zeichnen. Weder wird Grants Milieu genauer beleuchtet, noch werden die Umstände des Einsatzes, die zum Tode Grants führten, einer Analyse unterzogen. Coogler baut in „Fruitvale Station“ (2013) rein auf die Emotionalisierung, was bis zu einem gewissen Grat auch funktioniert, insgesamt aber eher distanzierend wirkt.
Nachdem zu Beginn des Jahres Naomi Watts im „Diana“-Biopic baden ging, muss sich nun Nicole Kidman in „Grace of Monaco“ von Olivier Dahan mit einer merkwürdigen Inszenierung und einem faden Drehbuch herum schlagen. Während Kidman ihr Möglichstes macht, um die oberflächlich gezeichneten Konflikte fühlbar zu machen, bleibt einem Anfangs hervorragenden aber mit der Zeit immer eindimensionaler werdenden Tim Roth als Fürst Rainier, kaum Handlungsspielraum. Dabei wird der Film erst dann lebendig, wenn er sich mit den politischen Konflikten zwischen Frankreich und Monaco beschäftigt.
…und weshalb Dahan geradezu schmerzhafte Nahaufnahmen von Kidmans Gesicht machte, die nur zeigten, dass sie offenbar zu viel Botox benutzt hat, verstehe wer will.
Vom Low-Budget-Monsterfilm „Monsters“ (2010) zum 160-Millionen-Blockbuster „Godzilla“. Noch nie hat ein Filmemacher einen derart waghalsigen Sprung gemacht. Bei „47 Ronin“ konnte man zuletzt auch sehen, dass ein gutes Auge, noch lange kein Garant für eine sicher erzählende Hand ist. Bei Edwards ist dies zum Glück der Fall. Auch wenn sein „Godzilla“ ein wenig darunter leidet, dass er ein wenig zu düster geraten ist. Der Spaß bleibt auf der Strecke und so sehen wir einem grimmigen Katastrophenszenario zu, während im Hintergrund sich Wolkenkratzer-hohe Monster bekämpfen. Bryan Cranston spielt überraschend mitreißend, während Aaron Taylor-Johnson als Bombenexperte oberflächlich bleibt, und der Rest der prominenten Besetzung furchtbar austauschbar bleibt. In unserem Dialog beschäftigten wir uns ein bisschen ausführlicher mit dem neuen Monsterfilm.
In der Dokumentation „Edgar G. Ulmer – The Man Off-Screen“ (2004) zeichnet Michael Palm die Legende Ulmer nach und versucht dabei auch dem wahren Leben dieses Filmemachers nachzuforschen, der von sich behauptete, an beinahe jedem bekannten Film des deutschen Expressionismus teilgehabt zu haben und der in den USA zum Experten des B-Movies (auch wenn Roger Corman diesen Begriff wieder in einen korrekten Rahmen gesetzt wird) wurde. Palm gelingt es nicht, die Mechanismen der typischen Dokumentarbiografie zu durchbrechen, inszeniert aber derart gewitzt und unterhaltsam, dass man das gerne übersieht.
Apropos gewitzt und unterhaltsam. Der Sci-Fi-Reißer „Edge of Tomorrow“ von Doug Liman nutzt die Idee aus „Groundhog Day“ und übersetzt diese in einen Sci-Fi-Film, in dem Tom Cruise die Menschheit retten muss. An seiner Seite agiert Emily Blunt und die beiden geben ein tolles Gespann ab. Liman gelingen großartige Actionsequenzen (vor allem der missglückte Angriff am Strand) und er weiß mit viel Humor das sich wiederkehrende Geschehen zu inszenieren. Eine kleine Genre-Perle mit leichten Schwächen im Finale.
Ebenfalls eine Genre-Perle ist Hossein Aminis Regiedebüt „The Two Faces of January“. Seine Adaption eines weniger bekannten Romans von Patricia Highsmith, vereint die groß aufspielenden Viggo Mortensen, Oscar Isaac und Kirsten Dunst. Betont altmodisch labt sich Amini in der Atmosphäre eines Sechzigerjahrethrillers. Die Psychologie seiner Charaktere interessiert ihn dabei mehr, denn der Spannungsaufbau. Das sind auch die kleinen Schwächen dieses unterhaltsamen Krimis. Die Psychologie könnte ausgefeilter sein und der Spannungsbogen straffer. Dennoch ein sehr gelungener Krimi.

Edge of Tomorrow / http://i1.ytimg.com/vi/vw61gCe2oqI/maxresdefault.jpg

Ein guter Trash-Film kann immer eine Freude sein. So ist auch Fred F. Sears‘ unfreiwillig komisches „The Giant Claw“ (1954) phasenweise sehr unterhaltsam, was allerdings hauptsächlich an dem extrem unrealistisch wirkendem Monster wirkt. Dieses alleine jedoch, sorgt für mehr Lacher, denn so manche Komödie.
Der Independent-Filmemacher Huan Vu, macht sich per Crowdfunding-Projekt gerade daran, eine H.P. Lovecraft-Adaption zu finanzieren. Zu diesem Zweck stellte er seine bereits existierende Arbeit „Die Farbe“ (2010) Online zur Verfügung, damit sich jeder von den Qualitäten des Teams überzeugen kann. Dies gelingt, denn visuell ist „Die Farbe“ beeindruckend. Einzig das Finale will, auch aufgrund der schwächelnden Effekte, nicht so ganz überzeugen.
Im Rahmen der Diagonale 2014, zeigte der ORF eine Nacht lang Kurzfilme aus Österreich. Dieses Paket sichtete ich nun endlich und fand dabei unter anderem zwei auf visueller Ebene sehr ansprechende Werke, in „Der Doppelgänger“ (2009) von Stephanie Winter und „Catafalque“ (2010) von Christoph Rainer. Inhaltlich und stilistisch am beeindruckensten fand ich den von Jan & Anna Groos gedrehten Kurzfilm „Das ist es, was immer mit den Menschen los ist und mit den Tieren nicht los ist“ (2013), in dem das Verschwinden einer jungen Frau, und die mysteriösen Umstände die dazu führten, aus Sicht verschiedener „Betroffener“ beleuchtet werden. Was zu Beginn irritierend wirkt, fasziniert im Fortlauf immer mehr.
Peter Hengls „Der Held“ (2013) hat mit Michael Fuith einen kongenialen Hauptdarsteller. Die Geschichte eines Mannes, der sich vom langweiligen Büroalltag und dem frustrierenden Privatleben in ein „maskierter Rächer“-Dasein flüchtet, hat humorvoller Momente, aber eine doch allzu aufgesetzte Moral.
„Samstagabend Sonntagmorgen“ (2013) von Thomas Schwendemann ist kurz, prägnant, aber auch ziemlich banal und wirkt nicht mehr, wie eine Fingerübung.
Catalina Molinas „Unser Lied“ (2012) wirkt in dem Paket wie die kompletteste Arbeit. Die Darsteller agieren souverän (auch wenn manche Träne nicht so ganz überzeugen mag), die Inszenierung ist gekonnt (auch wenn der letzte Bandauftritt im kleinen Lokal eher schwach ausfällt) und die Geschichte geht zu Herzen. Ein gelungener Film.
Stilistisch gelungen, aber inhaltlich mich komplett kalt gelassen hat „Xiao Baobei – Little Precious“ (2011) von Chen Bo. Die zusammenhanglos aus dem Alltag eines jungen chinesischen Eisverkäufers gezeigten Erlebnisse, konnten mich nicht fesseln.
Im Kino verpasst, aber nun zu Hause nachgeholt, wurde José Padilhas Remake des ikonografischen „RoboCop“ (2014). Mit einem lustvoll aufspielendem Michael Keaton in der Rolle als böser Firmenchef, sowie Gary Oldman als Neurologen, kann Padilha auf gute Darsteller, in guter Form zurück greifen. Selbst der heftig outrierende Samuel L. Jackson als Fox News-artiger Nachrichtensprecher, sorgt für einige amüsante Momente. Doch die Handlung selbst gerät völlig blutleer. Die satirischen Spitzen bleiben Jacksons all zu offensichtlichen Auftritten vorbehalten, und der RoboCop selbst, wirkt zu sehr, wie ein Mensch, der einfach einen Ganzkörperanzug trägt.
Ebenfalls im Kino verpasst und nun im Heimkino nachgeholt, wurde die Neu-Ausrichtung der populären Jack-Ryan-Reihe. Basierend auf der Figur, die Tom Clancy in seinen Romanen erdachte, spielt diesmal Chris Pine den jungen CIA-Agenten, der im Laufe des von Kenneth Branagh sauber aber uninspiriert inszenierten „Jack Ryan: Shadow Recruit“ (2014) vom Analysten zum operativen Agenten wird. Keira Knightley ist die Frau an seiner Seite, Kevin Costner der Mentor, Kenneth Branagh der Bösewicht…es liest sich alles so spannend, wie es im Fall abläuft. Gute Darsteller, geben Minimaleinsatz und führen einen passablen Agententhriller zu einem passablen aber keineswegs zufriedenstellenden Ende.
Es war eine der anstrengensten Filmerfahrungen der letzten Monate. Der von Ryan Murphy verfilmte Erfolgsroman „Eat Pray Love“ (2010) zeigt Julia Roberts im Autopilot als vom Leben enttäuschte Autorin, die sich nach dem Eingeständnis, dass ihre Ehe (ein sich zum Idioten machender Billy Crudup) gescheitert ist, und sie den Sinn im Leben noch sucht. Dabei geht es zunächst nach Italien, dann nach Indien und schließlich nach Bali, wo sie auf einen ebenso im Autopilot agierenden Javier Bardem trifft. Es ist ein vor Klischees triefender Reisefilm, voller Luxusprobleme, von Luxusmenschen. Unsympathisch und überzogen. Einzig Richard Jenkins schafft es, mit einer grandiosen Leistung, aus diesem melodramatischen Wust heraus zu ragen und seine Klasse zu zeigen.
Als Schauspieler fiel mir Richard Ayoade natürlich, so wie beinahe jeder Person, die ihn kennt, in der Sitcom „The IT-Crowd“ auf. Ein genauerer Blick zeigte aber, dass Ayoade nicht nur ein talentierter Komiker ist, sondern auch ein interessanter Regisseur. Nachdem er an der kurzlebigen Horror-Parodie „Garth Marengis Darkplace“ gearbeitet hat, folgte sein beeindruckendes Regiedebüt „Submarine“. Nach all dem Lob, fiel die Rezeption seiner Gilliam-esquen Satire „The Double“ (2013) mit Jesse Eisenberg in der Doppelrolle, ein wenig verhaltener aus. Dies mag an dem zurückgenommenen Ton und dem sehr trockenen Humor liegen, vielleicht aber auch daran, dass Denis Villeneuve einen sehr ähnlichen aber viel grimmigeren Film gedreht hat. Nichtsdestotrotz fasziniert „The Double“ mit seinem Doppelgängermotiv und der stilistisch zielsicheren Inszenierung.
Der Name David Gordon Green war mir lange ein Begriff, doch mit Komödie wie „The Sitter“, schien er immer mehr den Indie-Pfad (und auch jenen des gehaltvollen Films) verlassen zu haben. Seine Romanadaption „Joe“ (2013) hingegen, zeigt ihn in Bestform und bietet zudem großartige Darstellungen eines lange Zeit nicht mehr so gut gewesenen Nicolas Cage, wie auch des jungen Tye Sheridan. Man mag über den etwas gedehnten Erzählrhythmus (2 Stunden kann diese Geschichte schon aushalten – man sehe sich nur das ähnlich gelagerte „Mud“ an) hin und wieder verärgert sein, doch dafür entschädigen immer wieder Cage und Sheridan.
Nachdem ich für „Film im Dialog“ wieder einmal „Rashomon“ sichtete, fiel mir auf, dass ich viel zu wenige Filme von Akira Kurosawa kenne. Dies soll sich nun ändern. Beginnend mit seinem Debütfilm „Sugata Sanshiro“ (1943), der leider nicht mehr in seiner ursprünglichen Fassung verfügbar ist, zeigt sich bereits im allerersten Kurosawa-Werk, dass der spätere Großmeister, ein untrügliches Gespür für die richtigen Kameraeinstellungen, und Spannungsaufbau. Dabei fehlt mir für den Konflikt zwischen Jiujitsu- und Judo-Meistern ein wenig der emotionale Zugang, weshalb mich die Handlung etwas kalt ließ. Mit der Fortsetzung „Zoku Sugata Sanshiro“ (1945) richtete sich Kurosawa mit der geringsten Mühe, in Sachen Propagandakino ein. Die Konflikte mit amerikanischen Boxern, sind unmotiviert inszeniert und verheimlichen gar nicht, wie wenig man von den Amerikanern hält. Kurosawa selbst, sprach stets ablehnend von dieser Arbeit. Dies merkt man dem fertigen Film auch an.
In seinem Propagandafilm „Ichiban utsukushiku“ (1944) ist Kurosawa noch eine Spur unmotivierter am Werk. Die Geschichte einer Gruppe Frauen, die zum Wohle des Reiches und des Kriegserfolgs ihre erhöhte Produktionsquote erfüllen müssen, ist zwar ein zeitweilig interessanter Einblick in das Japan des Zweiten Weltkrieges, doch Kurosawa könnte nicht uninteressierter an der Handlung sein.
Nur ein wenig besser gestaltet sich das knapp einstündige Werk „Tora no o wo fumu otokachi“ (1945). Die Adaption eines Bühnenstücks um eine Familienfehde und fliehende Samurai, ist ein nicht sonderlich gut ausbalanciert. Der humorvolle Sidekick beginnt nach wenigen Minuten zu nerven, und die Handlung liefert keine schlüssige oder auch nur zufriedenstellende Auflösung. Dennoch sind schon einige Ideen und Motive zu erkennen, die seine späteren Meisterwerke ausmachen.
„Waga seishun ni kuinashi“ (1946) ist der erste von Kurosawas „Post-War“-Filmen. Die Vorgänge während des Zweiten Weltkrieges, sowie die schwierigen Umstände, nach Ende des Krieges werden in aller Deutlichkeit aufgezeigt. Doch das Schicksal der jungen Studentin aus reichem Hause, Yukie, ist geprägt von Melodramatik und einer etwas zu langsamen Erzählweise Kurosawas. Die Handhabung des Archivmaterials belebt das etwa starre Geschehen dafür umso mehr.
Erste Grandiosität erreicht Kurosawa mit seinem Beitrag zum neorealisitschem Film „Subarashiki nichiyobi“ (1947). Die beiden Verlobten Yuzo und Masako verbringen einen Sonntag gemeinsam im vom Krieg zerrüttetem Land, haben allerdings nur 35 Yen zur Verfügung. Ihr Versuch einen schönen Tag miteinander zu verbringen, kollidiert nicht nur mit der Not im Land, sondern auch mit der düsteren Zukunft, die scheinbar vor ihnen liegt. Zwar wird die nüchterne und ebenso herzliche Inszenierung durch die Szene durchbrochen, in der Masako das Publikum direkt dazu auffordert mitzuklatschen – was höchst deplatziert wirkt -, aber dennoch bleibt dies ein frühes Meisterwerk.
Denis Villeneuve hat sich in kürzester Zeit in meinen Fokus gebracht. Dabei arbeitet er schon seit langem in der kanadischen Filmszene. Doch wie das Leben so spielt. Wann bekommt man schon kanadische Filme zu Gesicht? Nun fällt der Blick auch auf seine früheren Werke. Der Kurzfilm „120 Seconds to Get Elected“ (2006) wurde angeblich auf einem Smartphone gedreht und zeigt einen Politiker, gegengeschnitten mit Archivmaterial einer jubelnden Menge, der von einem Versprechen zum nächsten immer näher in die Richtung Faschismus rückt. Mehr eine Fingerübung. Viel ausgereifter ist dagegen das surreale „Next Floor“ (2008), in welchem eine feine Tischgesellschaft, sich soweit den Magen vollschlägt, bis der Boden unter ihnen birst und sie im nächsten Stockwerk landen. Eine stilistisch hervorragende Arbeit, die auf schnellstem Weg in den Bann zieht.
Eine handwerklich feine Arbeit ist auch das in offiziellen Werklisten leider nicht aufzustöbernde „Rated R for Nudity“ (2011), in dem sich Villeneuve über die Methoden der Hypnose ein klein wenig lustig macht.
162 Kurzfilme zu „Tom and Jerry“ produzierten William Hanna und Joseph Barbera zwischen 1940 und 1958 sowie Gene Deitch (1961-1962) und schließlich Chuck Jones (1963-1967). Etliche davon kenne ich bereits aus meiner Kindheit. Doch nun arbeite ich alle 162 klassischen Kurzfilme meiner beiden liebsten Comicfiguren durch. Dabei beginnt alles in „Puss Gets the Boot“ (1940) noch mit einem Kater namens Jasper, der später zu Tom wird. Ich möchte nicht auf jeden einzelnen Film eingehen. In der unendlichen Liste und auf meinem letterboxd-Account sind alle Filme fein säuberlich gelistet, weshalb ich mir hier die nähere Kritik erspare und womöglich am Ende aller 162 Episoden einen Überblick verfasse.
James Franco ist ein interessanter Künstler, ein talentierter Schauspieler und ein Mann mit großem Ego. Anders lässt es sich nicht ausdrücken, dass er mit einer kleinen aber umso feineren Mannschaft, Filme dreht, die man auch als Hobbyprojekte ausweisen könnte. Der Unterschied: Er adaptiert große Literatur mit ebenso großem Gestus. „Child of God“ (2013) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy. Die etwas spröde Geschichte des Einsiedlers Lester Ballard (Scott Haze), hätte einen psychologisch feineren Blick vertragen. Franco aber belässt es bei einer Abfolge mehr oder weniger interessanter Szenen, ohne entsprechenden Tiefgang.
Etwas mehr Tiefgang hat „In Your Eyes“ (2014) von Brin Hill, nach einem Drehbuch von Joss Whedon zu bieten. Eine Art Sci-Fi-Version von „Sleepless in Seattle“, in der sich zwei hübsche junge Menschen durch die Augen des anderen sehen können bzw. das Geschehen durch die Augen des anderen sehen und auch hören können. Der Kuriositätenfaktor nimmt mit der Zeit immer mehr ab und es bleibt eine etwas banale (wenngleich recht unterhaltsame) Romanze, in der vor allem Zoe Kazan heraus ragt und ihr großes Talent beweist.
Mit „Yoidore tenshi“ (1948) gelingt Kurosawa sein erster psychologisch anspruchsvoller Thriller. Die Geschichte um den dem Alkohol zusprechenden Arzt Sanada (Takashi Shimura) und dem erkrankten Gangster Matsunaga (Toshiro Mifune) ist eine eigenwillige Mischung aus neorealistischem Kino und Film Noir. Die Handlung schlägt so manchen Haken, ist aber nur der Vorwand für eine herrlich stilisierte Studie zweier kranker Männer.
Toshiro Mifune soll dann auch langsam zum Stammhauptdarsteller aufsteigen. In „Shizukanaru ketto“ (1949) fällt er jedoch kaum auf. Als idealistischer Arzt, der an Syphilis erkrankt, während er einen Patienten behandelt, ist genau die Art von Nachkriegsmelodram, die es heute kaum noch auf das Radar von Filminteressierten schafft. Kurosawa weiß genügend Spannung aufzubauen, doch schleppt sich die Handlung viel zu oft fade dahin.
Ein kleines Meisterwerk ist dafür wieder „Nora inu“ (1949), mit Toshiro Mifune und Takashi Shimura als Ermittlerduo auf der Suche nach einer Waffe, die dem von Mifune gespielten Ermittler gehörte und die dann im Zuge mehrere Straftaten benutzt wurde. Ein eigenwilliger aber umso intensiverer Mix aus den für die Post-Kriegsphase typischen neorealistischen Elemente und hartem Film Noir.
Kaum zu glauben ist dafür, dass die recht banale Komödie „Shubun“ (1950) vom selben Regisseur stammt und zudem im selben Jahr wie „Rashomon“ gedreht wurde. Die Anprangerung der Boulevardmedien gelingt kaum und so schleppt sich die mäßig interessante Geschichte einer behaupteten Liebesgeschichte zwischen einem Maler und einer Schauspielerin bis zu ihrem müden Ende hin.
Im Zuge der Edgar G. Ulmer-Doku, wurden natürlich viele seiner Filme behandelt. Der etwas behäbig inszenierte Sci-Fi-Film „The Man from Planet X“ (1951) gehört zu den bekannteren Filme aus seinem ausladendem Oeuvre. Doch während das schmale Budget nur für ein Minimum an Kostümen und Sets genügte, hat die Geschichte um einen Außerirdischen der die Erde besucht um die Menschen zu versklaven (oder vielleicht ihnen einfach zu helfen?) sehr viel Charme.

Nora inu / http://www.movpins.com/big/MV5BMTk0MzA1NDIwMl5BMl5BanBnXkFtZTcwODIxMjU4Mw/still-of-toshir%C3%B4-mifune-and-takashi-shimura-in-nora-inu-(1949)-large-picture.jpg

Re-Visited
Der Tod von Michael Glawogger hat die österreichische Filmbranche und auch mich persönlich, tief getroffen. Seine Arbeiten hatten eine Qualität und eine Bandbreite, die man im heimischen (oder auch im europäischen) Film kaum zu Gesicht bekam. So war es an der Zeit, sich einige seiner Arbeiten erneut anzusehen. Die Globalisierungs-Dokumentations-Trilogie, beginnend mit dem Bildgewaltigen „Megacities“ (1998) über das stilistisch und inahltlich nahezu perfekte „Workingman’s Death“ (2005) hin zur teilweise kontrovers diskutierten Prostitutionsstudie „Whores‘ Glory“ (2011), zeigt den Dokumentarfilmer Glawogger in Hochform. Die Spielfilme konnten mich nie so überzeugen, doch bei der erneuten Sichtung, zeigte sich zumindest „Contact High“ (2009) als innovative, verspielte und auch bewusst alberne Drogenkomödie, der besten Sorte. Zwar mit einigen Schwächen, aber doch immer unterhaltsam genug.
Wenn es um Ambition geht, dann steht das Geschwisterpaar Wachowski niemandem hinten nach. Gemeinsam mit Tom Tykwer machten sie sich an die Arbeit, um David Mitchells Roman „Cloud Atlas“ (2012) auf die Leinwand zu bringen. Das beinahe dreistündige Panorama, in dem eine Handvoll groß aufspielender Schauspieler (vor allem Jim Broadbent und Tom Hanks scheinen die unterschiedlichen Rollen zu genießen) mehrere Rollen verteilt über die Jahrhunderte darstellt, hat seine Längen und eine etwas zu schlicht aufgetragene Moral, doch die Ambition alleine, entschädigt für viele Schwächen.
Im Unterbewusstsein hatte sich die Erinnerung an den Oscar-gekrönten Zeichentrick-Kurzfilm „Ferdinand the Bull“ (1938) gehalten. Dank YouTube ist es heute möglich, auch derart alte Werke auf einfachste Weise wieder zu betrachten. So charmant und so humorvoll wie damals, ist die Geschichte eines friedlichen Bullen, der sich lieber an dem Duft der Blumen ergötzt, denn mit Matadoren zu kämpfen.
An dem Wochenende, an dem ein neuer Godzilla-Film in die Kinos kommt, war es natürlich an der Zeit, den Ur-Godzilla von Ishiro Honda erneut zu sichten. „Gojira“ (1954) kann mit jedem Jahr, das der Film zusätzlich am Buckel hat, immer mehr überzeugen. Ein Blockbuster, der keine 150 Minuten dauert, der Handgemachte Effekte einsetzt, und der seine Darsteller schamlos outrieren lässt und dies auch einzusetzen weiß. Natürlich speißt sich der Charme auch aus den heute altbackenen Effekten, doch dies mindert nicht die erzählerische Qualität.
Nach dem Genuss der Dokumentation „Brando“, war es wieder einmal an der Zeit seinen Regiearbeit „One-Eyed Jacks“ (1961) zu begutachten. Bei all den Kritikpunkten, die man hier ohne Probleme finden kann (Selbstverliebtheit, zu gedehnte Erzählweise, eine Handlung die merkwürdigerweise seine Konflikte kaum zu würdigen weiß), ist dieser Western eine Genre-Perle. Ein Western der zu großen Teilen am Strand spielt, ein Anti-Held, der scheinbar kaum in der Handlung verfestigt ist. Beim den Film startenden Bankraub sitzt Brando auf dem Thresen und isst eine Banane, als wäre er nicht Teil des Ganzen. Natürlich wäre es noch viel interessanter zu sehen, was Stanley Kubrick (den Brando ersetzte) aus dem Stoff gemacht hätte, oder wie Brandos über 5 Stunden langer Director’s Cut wohl wirkte (ich tippe da auf ein Gegenstück zu Dennis Hoppers verwirrend-fasznierend-grausamen „The Last Movie“). Doch auch das jetzt der Öffentlichkeit zur Verfügung stehende fertige Werk, ist voller faszinierender Szenen (die Auspeitschung Brandos durch Karl Malden) um den Platz im „1001 Movies“-Kanon zu rechtfertigen.
Nicht nur der Ur-Godzilla von Ishiro Honda kam wieder ins Gedächtnis, als Gareth Edwards‘ Inkarnation die Leinwände bestürmte, sondern auch jener Godzilla den Roland Emmerich. Doch neben Satirevideos, hatte ich kein Interesse daran, mir das noch einmal anzusehen. Stattdessen sichtete ich seinen ersten großen Sci-Fi-Hit „Stargate“ (1994) erneut. Als Teenager gefiel mir die Prämisse und auch wenn ich mit der Theorie der Pyramiden, die den Menschen von Außerirdischen gebaut wurden, nichts anfangen konnte, hatte ich meinen Spaß. Es war auch der Film, der mir erstmals James Spader näher brachte. Alleine dafür gebührt Roland Emmerich mein Dank. Ansonsten ist das eine herzlich dumpfe Angelegenheit, die mit den Jahren nicht besser wurde.
Am selben Abend wie die Ulmer-Dokumenation, gab es auch die Vorführung einer 35mm-Kopie von „The Black Cat“ (1934). Ein sehr unterhaltsamer Horrorfilm und die einzige Produktion bei einem der großen Studios von Ulmer. Der Gruselfaktor ist zwar kaum mehr vorhanden (abgesehen von der Häutungsszene), doch Boris Karloff und Bela Lugosi faszinieren auch noch 80 Jahre nachdem der Film erstmals gezeigt wurde.
In Vorbereitung auf den neuesten Beitrag bei „Film im Dialog“, wurde „The Canyons“ (2013) erneut gesichtet. Die Charaktere sind immer noch sehr unsympathisch, die Handlung wirkt wie ein komprimierter Bret Easton Ellis-Roman und Schrader schafft es, dem Ganzen noch eine Diskussion über den Zustand des Kinos abzuringen. Viele Schwächen aber genügend Mut um einer Diskussion wert zu sein.

Workingman's Death / http://ecologyofcities.files.wordpress.com/2010/10/0715work3.jpg

Serien-Überblick
Nach längerer Überlegung, ist es nun doch an der Zeit, eine neue Kategorie einzuführen, um den Überblick nicht zu verlieren. Schon früher habe ich abgeschlossene Mini-Serien (etwa „Top of the Lake“) hier eingebaut, doch wurden Serien von mir mehr oder weniger ignoriert. Dabei sehe ich mittlerweile ein großes Pensum an TV-Ware. Doch zurückblicken möchte ich nicht, sondern ab jetzt loslegen. Dabei wird immer nach Abschluss einer Staffel der Eintrag erfolgen. Dies kann natürlich je nach Anzahl der Episoden pro Staffel dauern.
Den Beginn macht „Modern Family“ – Staffel 3, die 2011 in den USA ausgestrahlt wurde. Im Gegensatz zu den ersten beiden Staffeln, in denen das Mockumentary-Format recht geschickt eingesetzt wurde, erlahmt die Erzählung hier ein wenig. Die Darsteller haben sich in ihren Rollen schön eingelebt, die Adoptivtochter von Cam und Mitchell wird langsam älter und man merkt, dass neue Konflikte anstehen müssten. Diese werden auch langsam aufgebaut. Inklusive einer Enthüllung in letzter Sekunde von Gloria (Sofia Vergara), die als eine Art Cliffhanger fungiert. Solide Comedy-Unterhaltung, die aber ein wenig von der Frische der ersten beiden Staffeln verloren hat.
Beinahe zur selben Zeit, wurde die Animationsserie „Avatar – The Last Airbender“ von mir zu Ende gesichtet. Zumindest die sehr amüsante und unterhaltsame 1. Staffel (2005). Nach den ersten fünf Episoden ist das Geschehen in seinen festen Bahnen, die Charaktere dürfen sich, nachdem ihre grundlegenden Charaktereigenschaften erarbeitet wurden, langsam ein wenig weiter entwickeln und auch der Actionanteil ist in einer guten Waage zu den humorvollen Momenten gehalten. Zumindest die 1. Staffel ist ein guter Gradmesser dafür, weshalb diese Serie so beliebt ist…und weshalb die Film-Adaption von M. Night Shyamalan so eine große Fanbasis zur Verfügung stand (die er ja geradezu legendär verspielte).
Zu Beginn der 1. Staffel war ich sehr skeptisch und auch in der 2. Staffel, ist diese Skepsis nicht gewichen. „Bates Motel“, das Quasi-Prequel zu „Psycho“, leidet ein wenig darunter, stets mit dem Hitchcock-Klassiker verglichen zu werden. Dabei könnte die Serie auf sich selbst gestellt durchaus funktionieren. Dafür sorgen Freddie Highmore als Norman Bates und Vera Farmiga als seine Mutter Norma. In der zweiten Staffel (2014) vertiefen sich Normans psychische Probleme und die allzu weit hergeholten kriminellen Aktivitäten, in die offenbar die ganze Stadt verwickelt zu sein scheint. Bei 10 Episoden pro Staffel, bleibt es aber immer gut gespielte, unterhaltsame Thrillerkost. Solange man nicht zu viel über die Verbindung zu „Psycho“ nachdenkt.
Eine Serie mit James Spader als Hauptfigur? Noch dazu halb Bösewicht, halb Held? Keine Frage, dass ich mit Feuereifer dabei war, als die Serie startete. Wie zu Beginn befürchtet, ist die Handlung von „The Blacklist“ (2013/2014) ein hanebüchener Mischmasch aus „Das Schweigen der Lämmer“ und „NCIS“. Dass sich dennoch ein ordentlicher Unterhaltungswert einstellte, liegt vor allem an Spader, der eine fantastische Performance nach der anderen hinlegt, obwohl er mehr der wichtigste Nebendarsteller ist. Denn der Fokus liegt auf FBI-Agentin Elizabeth Keen (eine langsam besser werdende Megan Boone) und der Spezialeinheit. Es bleibt abzuwarten, ob das die Serie durchziehende Mysterium weiter interessant bleibt. Staffel 1 hat zumindest in großen Teilen gute Unterhaltung geliefert. Bei 22 Episoden waren aber auch genügend langweilige Abschnitte dabei.
Ein Wiedersehen gab es mit der unsterblichen Animationsserie „Pinky and the Brain“ (1995), wobei ich mich nur auf Staffel 1 beschränkte. Viele herrliche Momente, die sich mit ebenso viel Leerlauf (den man als Kind oder Teenager noch eher verzieh) abwechselnd, zaubert die Serie auch beim x-ten Durchlauf ein Lächeln ins Gesicht.
Ein Fernsehereignis. Gehypt, bejubelt und das auch noch zurecht. Der frisch-gekürte Oscar-Preisträger Matthew McConaughey und Woody Harrelson brillieren als ungleiches Ermittlerduo in der 1. Staffel von „True Detective“ (2014). Während der Plot um einen Ritualmord, dessen Aufklärung nicht ganz so klar verläuft, wie zunächst erwartet, ist ein recht standardisiertes Thrillermuster. Doch die Serie gewinnt durch eine unglaublich dichte Inszenierung von Cary Joji Fukunaga und das famose Spiel seiner beiden Hauptdarsteller. Da jede Staffel eine in sich geschlossene Handlung bietet, ist es noch dazu mehr eine Mini-Serie, und weniger eine lose Staffel mit Cliffhanger. Gespannt kann man nun auf die neuen Ermittler in Staffel 2 warten.
Es ist mittlerweile eine Art Hassliebe, die mich mit den Simpsons verbindet. Staffel 25 (2014) vertieft dieses Gefühl, dass spätestens nach der 19. Staffel (die Staffel die auf den Kinofilm folgte) ein Schlussstrich gezogen hätte werden sollen. Keine Episode seitdem war wirklich schlecht, aber auch kaum eine konnte über die gesamten 20 Minuten überzeugen. Es ist eine Cash Cow, der man, weil man halt eh schon alle anderen Folgen sah, weiterhin die Treue hält (im Gegensatz zu „South Park“).
Ein Fanfavorit, aufgrund des Camp- und Trash-Faktors, ist die 1. Staffel von „Batman“ (1966) in der Adam West auf humorvolle Weise, ebenso humorvolle Bösewichte zur Strecke bringt. Alleine die zur Schau gestellte Hilflosigkeit der Polizei, die gar nicht daran denken will, was sie tun sollte, wären Batman und Robin nicht, erheitern immer wieder. Doch nach über 30 Episoden der 1. Staffel, macht sich bereits ein wenig Ermüdung breit und so wirkt der Kinofilm auch wie ein letzter Höhepunkt. Kein Wunder dass die beiden folgenden Staffeln weniger Aufmerksamkeit nach sich zogen.
Zunächst war ich skeptisch, als ich von einer Krimiserie mit Diane Kruger hörte. Doch die US-amerikanisch-mexikanische Adaption der schwedischen Produktion „The Bridge“ (2013), überzeugt in der 1. Staffel durch das gelungene Casting (neben Kruger brillieren Demian Bichir als ihr mexikanischer Konterpart und Ted Levine als Vorgesetzter) und eine straff vorangetriebene Handlung.
Die kanadische Sci-Fi-Serie „Orphan Black“ (2013) beginnt in der 1. Staffel äußerst unterhaltsam. Tatiana Maslany spielt großartig die vielen verschiedenen Klone, die erst langsam voneinander erfahren und in zum Teil diametralen Beziehungen stehen. Doch ab der Hälfte der Staffel, beginnt sich bereits Skepsis über den Fortgang der Handlung zu legen. Außer Maslany ist wenig von Interesse an der tollen Grundidee übrig geblieben.
Staffel 7 und weitere 3 in Arbeit. „The Big Bang Theory“ (2014) hat sich zu einem weltweiten Phänomen gemausert und ist mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem man – meiner Meinung nach – bereits das Ende gefunden haben sollte. So fühlt sich auch der Großteil der Staffel an. Die meisten Charaktere entwickeln sich nicht mehr weiter, die Handlungen gehen ihre vorgezeichneten Wege (Heiratsanträge, etc.) und erst in der Abschlussepisode, überrascht das Kreativteam. Vom Charme der ersten Staffeln ist noch ein wenig da, doch mittlerweile ist „The Big Bang Theory“ in der Routine angekommen.
Nachdem die 1. Staffel von „Avatar – The Last Airbender“ qualitativ so hochwertig war, konnte die 2. Staffel (2006) nur schwächer sein. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau. Den Charakteren werden ungewöhnliche Hindernisse und Lebenswege auferlegt, so bleibt die Spannung erhalten und es ist auch immer noch so humorvoll wie zu Beginn. Einzig die angedeuteten Romanzen zwischen den Jugendlichen fallen ein wenig schwächer ausgearbeitet aus.

The Blacklist / http://www.billboard.com/files/styles/promo_650/public/media/the-blacklist-nbc-650-430.jpg

Das monatliche Update bietet einen knappen Überblick über alle Filme, die ich im Laufe eines Monats gesichtet habe. Darunter fallen Werke aus den hier publizierten Listen sowie Kino-Neustarts und Filme die ich nach längerer Zeit wieder einmal sichte. Im Update werden diese in verschiedene Kategorien unterteilt.

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