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Ein Besuch im EYE Filminsitute in Amsterdam, gekrönt von der Vorführung des Werkes „La mort des Louis XIV“ von Albert Serra war eindeutig das Highlight des Monats. Daneben konnte vor allem auf Streaming-Seiten viel Material gesichtet werden, wobei Mubi mit einigen Specials die Aufmerksamkeit immer mehr auf sich zog.

Neuzugänge
Arman T. Riahis „Die Migrantigen“ ist der österreichische Beitrag zur Minderheiten-Komödie, die vor allem in skandinavischen Ländern, Frankreich und teilweise auch in Deutschland sehr erfolgreich in vielen Variationen bereits erprobt wurde. Österreich zieht jetzt, mit einem etwas konventionellen, aber sehr unterhaltsamen Film nach. Der strauchelnde Schauspieler Benny (Faris Rahoma) und Marko (Aleksandar Petrovic), dessen Werbeagentur vor der Insolvenz steht, stolpern etwas zufällig in eine Fernsehdokumentation über die Migranten-Community. Auf humorvolle Weise werden Klischees und Vorurteile auseinander genommen und einer Überprüfung unterzogen. Dass im Finale ein „Mission: Impossible/Ocean’s Eleven“-artiger Einbruch zum Einsatz kommt, lässt den bis dahin charmanten Film beinahe entgleisen.
Die von Nick Broomfield und Rudi Dolezal mit sehr viel Hintergrundmaterial zu Whitney Houstons 1999er-Tour unterlegte Dokumentation „Whitney: Can I Be Me“ versucht den Aufstieg und Fall der hoch talentierten Sängerin zu illustrieren. Doch am Ende geht man mit mehr Fragen als Antworten aus dem Film raus und wundert sich über sehr offensichtliche Leerstellen, wie etwa die Gewalt in ihrer Ehe mit Bobby Brown.
Albert Serra ist ein wenig der künstlerische Exzentriker des europäischen Autorenkinos. Seine minimalistischen Filme, zu großen Themen, sorgen auf Festivals für Aufsehen. Mit „La mort de Louis XIV“ (2016) durchbricht er ein wenig den Festivalmarkt, was auch am Casting von Jean-Pierre Léaud liegt. Die Ikone des französischen Films, stirbt in zwei Stunden als Sonnenkönig vor den Augen des Zusehers. Ein faszinierender Film, der dem Sterben keinen Glamour verleiht und gnadenlos konsequent den Verfall Louis‘ dokumentiert. Ein schwieriger aber äußerst lohnenswerter Film.

Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Christina Crawford, „Mommie Dearest“ (1981) porträtiert die Mutter-Tochter-Beziehung von Hollywood-Star Joan Crawford (irgendwo zwischen genial und trashig: Faye Dunaway) zu ihrer Adoptivtochter Christina. Crawford ist die personifizierte Rabenmutter, doch Regisseur Frank Perry zeigt dies im Stil eines oberflächlichen Fernseh-Melodrams, ohne jedes Gefühl für Rhythmus oder Szenerie. Ein Klassiker der schlechten Filme, der auf eigenartige Weise einnehmend ist.
Mubi sei Dank, kam ich in den Genuss einiger Kurzfilme, die beim Filmfestival in Oberhausen dieses Jahr vertreten waren. Die argentinische Doku „Terrenal (En oposición al cielo)“ (2016) bestach durch ihre wunderschönen Naturaufnahmen, auch wenn sie ansonsten etwas oberflächlich blieb. „Tower XYZ“ (2016), ein Avantgarde-Beitrag zum Leben in London, konnte mich ebenso wenig überzeugen, wie Josef Dabernigs „Stabat Mater“ (2016). Der französische Beitrag „Ètrange dit lange“ (2016) war interessant, aufgrund der Perspektive eines kleinen Mädchens, welches sich anstelle ihrer weiblichen Autoritätspersonen sah. Im Grunde nur ein einziger Witz, dieser aber dafür hübsch variiert und zur Spitze getrieben, wurde in „How to Reach God Through Proper Exercising“ (2016). Der Traum eines Mannes, den plötzlich viele Männer hatten. Absurd und unterhaltsam.
Der Schweizer Filmemacher Johannes Hammel adaptierte eine Sci-Fi-Geschichte von Samuel R. Delany und zeigt in „Die schwarze Sonne“ (1992) eine Gesellschaft, in der zwei verschiedene Wesenszustände existieren. Daraus entsteht eine unmögliche Liebesgeschichte. Vor allem visuell brilliert Hammels Werk, das inhaltlich ein wenig unausgereift wirkte, und bei einer längeren Laufzeit faszinierend hätte sein können.
Terrence Malicks neueste Arbeit „Song to Song“ (2017) wurde als Schritt zu einer neuen Qualität gelobt, die er bei den letzten Arbeiten verloren hätte. Die an „Jules et Jim“ erinnernde Dreiecksbeziehung mit unglücklichen Verläufen, hat ungemein faszinierende Momente, doch viel zu oft lässt Malick seine Darsteller herum wirbeln und pseudo-poetische Dialoge sich ins Ohr flüstern. Das wirkte schon bei „To the Wonder“ bis hin zur Verzweiflung anstrengend. Rooney Mara und Ryan Gosling spielen Variationen bereits bekannter Charaktere, während Michael Fassbender (sowie Val Kilmer in einem Mini-Auftritt) tatsächlich interessante Darbietungen liefern. Während ich bei „Knight of Cups“ zu den Verteidigern gehörte, bin ich diesmal auf der anderen Seite, und empfand „Song to Song“ wie ein überlanges, und nur angeblich tiefgründiges Musik-Video.
Auf internationalen Festivals sorgte „Soldate Jeannette“ (2013) von Daniel Hoesl für Furore. Der ohne Drehbuch entstandene und mit einem Minimals-Budget ausgestattete Guerrilla-Film, ist mehr eine Zustandsbeschreibung der kapitalistischen westlichen Gesellschaft und weniger ein von einem Plot getriebener Film. Ein Konzeptfilm, von beeindruckender Qualität, der aber auch etwas Geduld braucht.
Bong Joon-ho hat sich mittlerweile einen Namen gemacht, als Erschaffer fantastischer Welten, die dem durchschnittlichen Blockbuster-Kino zwar ähneln, dieses aber mit ihren Inhalten unterlaufen. „Okja“ (2017), seine erste Netflix-Produktion, ist auf einer Stufe mit „Snowpiercer“. Ein oberflächlich betrachtet, klassisches Genre-Abenteuer, und dabei doch eine facettenreiche Parabel auf unsere Konsumgesellschaft. Das „Superschwein“ Okja, soll bei einem Wettbewerb der Firma Mirando – mit Tilda Swinton in einer Doppelrolle als CEO – vorgeführt werden, mit anderen Superschweinen. Danach steht die Schlachtung an, doch dies will Mija (Ahn Seo-hyun) verhindern, die Okja aufzog. Ihr zur Seite stehen Tierrechtsaktivisten (darunter ein famoser Paul Dano), während die Firma Mirando auf das Gesicht eines exzentrischen TV-Zoologen (herrlich überdreht: Jake Gyllenhaal) setzt. Bong Joon-ho hat eine wunderbare Parabel erschaffen, die auf vielen Ebenen (als Kinderfilm, Tierparabel, Kapitalismuskritik, Wall-Street-Satire, etc.) funktioniert.
Der viel zu früh verstorbene Florian Flicker hat eine kleine aber feine Auswahl an Arbeiten hinterlassen. Darunter „Suzie Washington“ (1998), die Geschichte einer osteuropäischen Frau (Birgit Doll), die auf der Flucht in die USA, in Schwechat strandet und vor der drohenden Rückabschiebung flieht. Ihre Odyssee durch das österreichische Land, ist auch eine Selbstfindung, die von Flicker sehr sensibel eingefangen wird.
Die Amerikanerin Doris Wishman hat eine Reihe an Exploitation-Filmen erschaffen, die allesamt mit Softcore-Szenen ausgestattet wurden. Der auf Spielfilmlänge ausgedehnte „Oben Ohne“-Film „Nude on the Moon“ (1961) entstand noch unter Pseudonym, und zeigt einerseits eine herzliche Naivität, ist andererseits aber ein etwa ein Stunden langer Softcore-Film ohne jede Handlung. Dagegen ist „Bad Girls Go to Hell“ (1965) ein höllischer und intensiver Albtraum, in dem eine Frau nach einer Vergewaltigung, im Zuge dessen sie ihren Vergewaltiger tötet, nach New York flieht und von Unterschlupf zu Unterschlupf weiteren Demütigungen ausgesetzt ist. Wishman zeigt eine Gesellschaft, in der Frauen am untersten Ende der Gesellschaftsskala stehen, und dies mit derart intensiver Vehemenz, dass es schmerzt. Dennoch bleibt sie auch hier ihrem Exploitation-Arbeitsethos treu und lässt den Unterhaltungsfaktor nie aus den Augen.
James N. Kienitz Wilkins‘ Experimentalfilm „The Republic“ (2017) ist ein dreieinhalb Stunden langes Hörspiel ohne Bilder, welches als Installation in einem Museum hervorragend funktionieren wird, aber als Spielfilm schlicht ungewiss im Raum schwebt.
Mit „Flatland: The Film“ (2007) adaptierte Ladd Ehlinger Jr. den Roman von Edwin A. Abbott, in dem eine zweidimensionale Welt, auf die dreidimensionale Welt trifft. Wie schon das Buch, ist diese Adaption ein kurioses Werk, voller Witze, die vor allem dann funktionieren, wenn man ein wenig Humor in Sachen Mathematik und Geometrie aufzubringen vermag. Ansonsten lässt Ehlinger Jr. auch Religion, Militarismus und Politik nicht aus – wie auch das Buch – und weiß damit auf Spielfilmlänge das Konzept durchzuziehen.
Der in chronologisch durcheinander gewirbelter Reihenfolge erzählte Thriller „Too Late“ (2015), ist vor allem aufgrund der Darbietung von John Hawkes als Privatdetektiv sehenswert. Der Quasi-Tarantino-Stil ist aufgrund seiner nicht geglückten Form, verwirrender denn nötig und der Gimmick, den ganzen Film immer nur in einer Einstellung zu drehen, sorgt auch mehr für Verwirrung denn Bewunderung.
Das Regiedebüt von Alex Kurtzman sollte der glorreiche Beginn des Monster Universe von Universal Pictures sein. „The Mummy“ (2017), mit Tom Cruise als jungem(!) Schatzsucher, verheddert sich aber in einer denkbar ungünstigen Kombination aus Cruise-Action-Heroismen und zu vage angedeuteten Verbindungen zu anderen Monster-Filmen, anstatt auf sein eigenes Handlungskonstrukt zu achten. Als Action-Film mit Horror-Elementen ist „The Mummy“ auch gar nicht so schlecht, aber es bleibt ein Gefühl der Enttäuschung.
Die Oscar-gekrönte Doku-Reihe „O.J.: Made in America“ (2016) ist das meisterhafte Porträt von Football-Star O.J. Simpson und auch ein interessanter Blick auf den Mordprozess, der Simpson zu einem berüchtigten Mann mit weltweit zweifelhaftem Ruf und Ruhm machte. In fünf 90-Minütigen Kapiteln unterteilt, kann es sowohl als Serie als auch als Film verstanden werden. Jedenfalls handelt es sich um eine faszinierende Dokumentarfilm-Studie, zu Ruhm und Verfall, eines sehr komplizierten Menschen und der noch komplizierteren Rassenproblematik in den USA.
Nach „The Republic“ stellt Mubi sein experimentelles Dokumentarprojekt „Public Hearing“ (2012) zur Verfügung. Diesmal bei einer Länge von „nur“ knapp zwei Stunden, sind die Pro- und Kontra-Stimmen zum Bau einer WalMart-Filiale zu hören. Filmisch rein auf die Nahaufnahmen der Gesichter beschränkt, ist „Public Hearing“ vor allem ein Beispiel dafür, wie lokale Politik abläuft.
Drei Kurzfilme des deutschen Filmemachers Peter Nestler wurden von Mubi.com Online gestellt. In „Am Siel“ (1963) wird einem kleinen Bach eine Stimme gegeben, der seine Umgebung beschreibt. In „Aufsätze“ (1963), dem besten der Filme, nimmt Nestler die Arbeiten von Schülern und unterlegt damit Alltagsszenen aus einer Schule in einem Bergdorf. „Mühlheim/Ruhr“ (1964) funktioniert am wenigsten, da die Aufnahmen der Stadt mit Fahrstuhlmusik unterlegt werden, und so keinerlei bleibenden Eindruck vermitteln.
Der Animationskurzfilm „Asparagus“ (1979) von Suzan Pitt, zeigt auf humorvolle und fantasievolle Weise, Metaphern für eine Frau und ihre Lebenswelt, ihre Sexualität und ihre Erfahrungen. Vielschichtig und kurzweilig. Ein mir bis dato unbekannter Klassiker.
Etwas überrascht war ich davon, dass mit „Indecent Desires“ (1968) ein weiteres Werk von Doris Wishman auf Mubi.com erschien, da der Streaming-Dienst eine Reihe von Filmen üblicherweise unter ein Motto stellt. Doch Wishman braucht kein Motto. Ihre Filme sind so klar und angenehm oberflächlich, dass man sich schlicht am Konzept berauschen kann. Diesmal daran, dass ein Mann eine Puppe im Müll findet. Als er auf der Straße einer Frau begegnet, die der Puppe ähnlich sieht, bemerkt er, dass er bei Berührung der Puppe auch sie berührt. Wishman nutzt das Exploitation-Muster und legt doch eine Scheibe feministischer Kritik drauf. Inhaltlich dünn, und auch schlecht gespielt, aber dennoch faszinierend in seiner Botschaft.
Das Remake von „Going in Style“ (2017), eine Komödie von Martin Brest aus den späten Siebzigern, ist bemerkenswert, da Zach Braff erstmals als „Director for hire“ agiert und mit Morgan Freeman, Michael Caine und Alan Arkin drei Oscar-Preisträger zu sehen sind. Die Geschichte von drei Rentnern, die eine Bank überfallen wollen, nachdem ihre Pension gestrichen wurde, ist nicht sonderlich innovativ und Braff belässt es auch bei einem brav-biederen Unterhaltungsfilm, im besten Sinne. Das ist perfekt für einen verregneten Sonntagnachmittag vor dem Fernseher geeignet, aber auch keine wirkliche cineastische Glanztat.
Zwei Filme von Jean Renoir standen dann am Programm, und die hätten nicht unterschiedlicher sein können. In „French Cancan“ (1954), seinem in Technicolor ertränkten Musical-Hit, zeigt Renoir die Anfangstage des Moulin Rouge und misst sich mit den Musicals aus Hollywood. Mein Interesse galt eher den Hintergrundgeschichten des Moulin Rouge, während mich die Musik-Einlagen etwas langweilten. Daran änderte auch das 20-Minütige Finale nichts.
Der am Neo-Realismus angelehnte „Toni“ (1935), über die Schwierigkeiten, denen Gastarbeiter in Frankreich ausgesetzt waren, ist etwas dünn an Handlung, aber beeindruckt durch seinen genauen und Mitleidlosen Blick auf die Lebenswelt von Gastarbeitern. Im Vergleich zeigt sich vor allem, wie vielseitig Renoir war.
Aus filmhistorischer Sicht beeindruckend, war das südafrikanische B-Movie-Doppel „Rich Girl“ (1985) und „Umbango“ (1964) von Tonie van der Merwe. Aufgrund der Apartheid entstanden nur eine Handvoll Filme, in denen schwarzafrikanische DarstellerInnen im Mittelpunkt standen. So beeindruckend deshalb diese Filme aus einem historischen Blickwinkel auch sind, kann man sie für sich genommen leider kaum ernst nehmen. Während „Umbango“ zumindest eine routinierte Western-Geschichte zu erzählen weiß, ist „Rich Girl“ am Rande der Parodie angesiedelt.
Die Stummfilmversion von Oscar Wildes „Salomé“ (1922), unter der Regie von Charles Bryant und seiner Hauptdarstellerin Alla Nazimova, besticht durch seine Theaterhafte Umsetzung. Als Film fällt diese Version daher gegen andere Versionen deutlich zurück, kann aber mit Al Pacinos Adaption durchaus in manchen Aspekten bestehen.

Re-Visited
Ed Woods-Filme sind einfach immer eine Freude. Mit Fortdauer erscheint deshalb auch „Glen or Glenda“ (1953) immer besser und strahlender. Ein sehr persönlicher Film, mit Herzblut gemacht, auch wenn Wood nie über die Fähigkeiten oder Möglichkeiten eines talentierten Filmemachers verfügte.
Als einst „The Mask of Zorro“ (1998) von Martin Campbell die Sommerkinoleinwände beherrschte, wusste man diese großartig gemachte Mischung aus Abenteuer, Action, Erotik und Witz nicht wirklich zu schätzen. Heute erscheint der Zorro-Reboot wie ein Artefakt aus einer verschollenen Zeit. Ein, etwas zu lang geratenes, Kleinod des Mainstream-Kinos, mit einem perfekt abgestimmten Mentor-Schüler-Duo Anthony Hopkins-Antonio Banderas.
Walter Matthau und Jack Lemmon in „The Odd Couple“ (1968). Mehr muss im Grunde gar nicht mehr gesagt werden. Ein Komödien-Klassiker, auf Basis des unsterblichen Bühnenhits von Neil Simon. Auch wenn mir immer im Kopf umher schwirrt, was wohl Billy Wilder aus dem Material gemacht hätte.
Ein in letzter Zeit einer Re-Evaluierung unterzogener Hitchcock-Film ist „Marnie“ (1964). Tippie Hedren als Diebin, Sean Connery als ihr Ehemann/Therapeut und eine für damalige Zeiten interessanter Zugang zu Traumata. Natürlich sind manche Ansichten aufgrund jüngerer Forschungen etwas veraltet, aber Hitchcock arbeitet großartig mit den Darstellern und den zu Grunde liegenden Konflikten. Zudem ist die Safe-Szene eine der spannendsten in seiner Karriere.

Serien-Überblick
Der Nintendo-Klassiker „Castlevania“ auf Netflix. Das war schon mal eine sehr interessante Aussicht. Die vier Episoden der 1. Staffel (2017) der animierten Serie, wirkten aber mehr wie ein Test oder Prolog, für eine richtige Serie. So konnte man einen Einblick in die verschiedenen Charaktere gewinnen, aber fühlte sich etwas zu kurz gekommen an.
Erneut eine Netflix-Produktion. Naomi Watts als Therapeutin, die sich zu sehr in die Privatleben ihrer KlientInnen einmischt, ist der Hauptgrund, um sich die etwas zu melodramatischen zehn Episoden von „Gypsy“ anzusehen. Die Themen, Gender-Identität, Ehe- und Berufsprobleme, sind alle da, doch wäre nicht Watts mit ihrem ganzen Talent anwesend, würde man wohl kaum den Cliffhanger der 1. Staffel (2017) akzeptieren, und die Serie einfach sein lassen. So, bleibt man dennoch leicht gespannt, wie das Lügennetz am Ende zusammenbrechen wird.
Etwas länger lag die 1. Staffel (2015) der Animationsserie „Ansatsu kyoshitsu“ herum, nur um dann mit steigender Begeisterung aufgesogen zu werden. Ein zunächst für einen Außerirdischen gehaltenes Wesen, droht die Erde zu zerstören, gibt aber einer Schulklasse die Gelegenheit innerhalb eines Jahres ihn zu töten…und unterrichtet sie dann darin. Die auf einem Manga basierende Serie ist so humorvoll wie auch typisch japanisch, mit Scherzen, die man als Nicht-Japaner teilweise erst nach der Lektüre zusätzlichen Materials versteht. Doch auch so, ist das sehr spaßig gemacht.
Sie sind 40 Jahre alt, und ihre Leben scheinen allesamt die richtigen Wege zu verlaufen, ehe sie wieder aufeinander treffen und sich diese Annahmen als falsch herausstellen. „Friends from College“ zeigt in seiner 1. Staffel (2017) eine Reihe talentierter Komödianten (Keegan-Michael Key, Fred Savage und Cobie Smulders), gibt ihnen aber einzig unsympathische Charaktere zu spielen. Dadurch fällt es oftmals schwer, sich an den Irrungen und Wirrungen von reichen, neurotischen und egozentrischen Harvard-Abgängern in der Mitte ihres Lebens zu begeistern.

Das monatliche Update bietet einen knappen Überblick über alle Filme, die ich im Laufe eines Monats gesichtet habe. Darunter fallen Werke aus den hier publizierten Listen sowie Kino-Neustarts und Filme die ich nach längerer Zeit wieder einmal sichte. Im Update werden diese in verschiedene Kategorien unterteilt.

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